Antonovskys Konzept der Salutogenese:

Was Ganzheitlichkeit in der Prävention und Therapie bedeutet wird besonders in dem Ansatz von Antonovsky deutlich. Er verlangt in seinem Konzept der Salutogenese eine „sprechende Medizin“, die auch die gesunden Anteile des Patienten wahrnimmt und fördert. Dies verlangt eine Abkehr vom Risikomodell und von Präventionskonzepten, die ausschließlich verhaltensgebundene Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck) vermeiden und reduzieren wollen. Um die Gesundheit zu fördern müssen nach Antonovsky sowohl kontext- und verhältnisbezogene Risikofaktoren als auch salutogene d.h. die Gesundheit und Leistungsfreude unterstützende Faktoren eruiert und gefördert werden. Arbeitszeit, Familienzeit und Freizeit bilden dabei eine untrennbare Einheit. 
Eine Übersicht zu Studien und Projekten nach Antonovskys Ansatz ist bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhältlich.
BzgA Vlg. Peter Sabo